Die Maschine der Legion
Im befleckten Heiligtum des Grabmals stand die Seelenmaschine, ein käfigartiges Konstrukt, das gefallene Nachtelfenseelen für die Legion aussaugte. Sie war kein uralter Speicher aller Toten des Grabmals, sondern ein Werkzeug der Ausbeutung: Die Geister sollten in einer Maschine festgehalten werden, bis von ihnen nur noch nutzbare Macht blieb.
Auf der anderen Seite dieser Wunde stand Dejahna. Einst war sie Hohepriesterin Elunes im suramarischen Tempel und eine Vorgängerin Tyrandes. Im Reich der Toten war ihre Seele jedoch in dunkle Knechtschaft gezwungen worden. Aus einer Priesterin wurde eine Seelenkönigin, die gegen jene kämpfte, die sie hätten befreien können.
Zwei Seiten desselben Gefängnisses
Die Begegnung teilte die Angreifer zwischen die Welt der Lebenden und die Geisterwelt. In der körperlichen Ebene zog die Maschine Seelen aus den Gefallenen; auf der anderen Seite verteidigte Dejahna den Zugriff der Legion. Beide Kämpfe waren derselbe Versuch, eine Grenze wiederherzustellen, die der Krieg aufgerissen hatte.
Als die Seelenmaschine schwer genug beschädigt war, zog sie eine Vielzahl gequälter Geister zu einer einzigen Gestalt zusammen: der Trostlosen Schar. Dieses Wesen war keine Person mit einer klaren Biografie. Es war das Leid vieler Gefangener, das die Maschine in eine angreifende Form presste.
Erinnerung gegen den Hunger
Die Angreifer mussten Dejahnas verdorbene Seele, die Seelenmaschine und die Trostlose Schar gemeinsam überwinden. Der Sieg versprach keine lückenlose Heimkehr für jede einzelne Seele. Er beendete jedoch die unmittelbare Nutzung der Gefangenen und verhinderte, dass ihre Erinnerung weiter als Rohstoff der Legion dienen konnte.
Gerade im Grabmal des Sargeras bleibt dieses Bild stark: Die Legion erobert nicht nur Land und Körper. Sie versucht, selbst die Toten aus ihrem Zusammenhang zu reißen. Die Trostlose Schar zeigt, wie aus vielen geraubten Leben eine Waffe werden kann, und warum ihre Befreiung mehr bedeutet als das Ende eines einzelnen Kampfes.