Ehre und StärkeBlackmoore
Amanitar
Bosse

Amanitar

Amanitar war einst ein harmloses Geschöpf der feuchten, sonnenlosen Pilzgärten Ahn'kahets. Yogg-Sarons Wille verdrehte es zu einem gedankenlosen Schrecken. In seiner Nähe konnten dieselben Pilze, die Gift freisetzten, auch die lähmende Verkleinerung brechen.

Der Weg nach Ahn'kahet: Das Alte Königreich

Ahn'kahet war ein tiefer Teil des nerubischen Reiches, in den Überlebende vor der Geißel flohen. Dort trafen zwei Verderbnisse aufeinander. Untote Diener des Lichkönigs raubten Wissen und Relikte, während Flüchtlinge zu weit gruben und die Aufmerksamkeit Yogg-Sarons weckten. Zwischen uralten Hallen, Pilzgärten und einem gefallenen Tempel wurde jede Richtung nach unten zu einer anderen Form von Gefangenschaft. In Amanitar erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

In den feuchten Höhlen Ahn'kahets gediehen Pilze und andere Lebensformen seit Zeitaltern ohne Tageslicht. Sie brauchten keine großen Reiche und keine kosmischen Kriege. Ihr Dasein folgte Wasser, Fäulnis und dem langsamen Austausch von Nährstoffen in einem abgeschlossenen Garten tief unter der Erde.

Der Wille unter dem Boden

Yogg-Sarons Einfluss erreichte dieses isolierte System erst spät. Der Alte Gott musste Amanitar nicht überzeugen. Seine Macht griff unmittelbar in Körper und Instinkt ein und formte aus einem heimischen Wesen einen gedankenlosen Schrecken. Verderbnis zeigte sich hier nicht als Kult oder Vertrag, sondern als Natur, die gegen ihre eigene bisherige Ordnung gewendet wurde.

Amanitars Name erinnert an jene Pilzgattung, zu der einige der gefährlichsten Giftpilze gehören. Im Sumpf Ahn'kahets war diese Nähe sichtbar. Rund um das Wesen sprossen Pilze, deren Wolken töten konnten. Der ganze Garten wurde zu einer Sprache aus Formen, bei denen Farbe und Nähe über Leben oder Vergiftung entschieden.

Zur Kleinheit gezwungen

Amanitar ließ Eindringlinge schrumpfen und nahm ihnen einen großen Teil ihrer Kraft. Die Verkleinerung war mehr als ein körperlicher Witz. In einer Höhle voller Pilze veränderte sie die Maßstäbe des Raumes. Was eben noch zertreten werden konnte, wurde plötzlich zum entscheidenden Hindernis oder zur rettenden Pflanze.

Zwischen giftigen Exemplaren wuchsen gesunde Pilze. Wer sie im richtigen Augenblick öffnete, erhielt Kraft zurück und brach Amanitars Verkleinerung. So bewahrte der verdorbene Garten selbst eine Gegenantwort. Yogg-Saron hatte das Ökosystem verwundet, aber nicht jede Möglichkeit ausgelöscht, seine Eingriffe mit dem noch unverderbten Leben desselben Ortes zu überwinden.

Der optionale Schrecken

Amanitar verbarg sich in einem Teil der Höhlen, den nicht jeder Weg berührte. Sein Tod war nicht nötig, um Volazj zu erreichen, aber seine Existenz gehörte zur Wahrheit Ahn'kahets. Wer nur den geraden Pfad nahm, sah einen Kult und einen Herold. Wer in den Pilzgarten trat, erkannte, dass Yogg-Sarons Einfluss selbst jene Wesen erfasst hatte, die von den Kriegen der Könige nichts wussten.