Alysra vom grünen Schwarm
Alysra gehörte zum grünen Drachenschwarm und war damit einer Tradition verbunden, die den Smaragdgrünen Traum und das Leben schützte. Nach Fandrals Verbrechen wurde sie mit anderen Wächtern beauftragt, den gefallenen Erzdruiden in Gefangenschaft zu halten. Sie kannte seine Trauer, seinen Zorn und die Gefahren, die von ihm ausgingen.
Alysra entschied sich dennoch gegen ihren Auftrag. Sie half Fandral bei der Flucht und brachte ihn zu Ragnaros. Ob sie bereits vorher verdorben war oder sich von Fandrals Hass überzeugen ließ, ändert nichts an der Folge: Eine Hüterin des Lebens öffnete dem künftigen Anführer der Druiden der Flamme den Weg in die Feuerlande.
Die Wiedergeburt im Feuer
Ragnaros belohnte Alysras Tat, indem er sie nicht einfach als Drachin weiterdienen ließ. Er verbrannte und formte sie zu Alysrazor, einem gewaltigen Feuerfalken. Die Verwandlung wurde als Aufstieg dargestellt. Tatsächlich löschte sie die sichtbare Gestalt des grünen Schwarms aus und ersetzte sie durch eine Kreatur, deren ganzer Leib Ragnaros' Macht verkörperte.
Alysrazor beherrschte den Luftraum über den Feuerlanden. Im Kampf riss sie Wirbel in die Glut, ließ brennende Federn zurück und kehrte selbst nach einem Zusammenbruch mit neuer Energie zurück. Ihre Flüge machten sichtbar, warum Ragnaros sie verwandelt hatte: Eine grüne Drachin war mächtig, doch ein Feuerfalke konnte zum lebenden Zeichen seiner Herrschaft werden.
Ein Verrat mit eigenem Willen
Alysrazor unterscheidet sich von vielen erzwungenen Monstern. Sie traf eine Entscheidung, bevor Ragnaros ihren Leib veränderte. Darum liegt die Tragödie nicht allein in ihrer neuen Gestalt. Sie besteht darin, dass eine Wächterin das Vertrauen ihres Schwarms brach und die Flamme als Belohnung annahm. Ihr Fall beendete diesen Dienst, konnte den Verrat an Fandrals Bewachern aber nicht ungeschehen machen.