Der Weg nach Schwarzer Morast
Im grünen Morast, aus dem später das Verwüstete Land wurde, öffnete Medivh unter Sargeras' Einfluss das Dunkle Portal. Der unendliche Drachenschwarm wollte diese Katastrophe verhindern, während die Bronzedrachen auf ihrem Ablauf bestanden. Die Verteidiger mussten deshalb einen Krieg ermöglichen, dessen Opfer sie kannten, damit nicht eine unbekannte Gegenwart an seine Stelle trat. In Aeonus erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Aeonus erhielt seinen Auftrag nicht von einem untergeordneten Offizier. Der Meister des unendlichen Schwarms setzte ihn persönlich auf Schlüsselereignisse an. Diese Nähe bezeichnete Vertrauen in seine Kraft, aber auch die Bedeutung der Ziele. Wo Aeonus erschien, hatte die Veränderung das Gewicht, einen ganzen bekannten Verlauf zu zerreißen.
Siebzehn Portale der Erschöpfung
Bevor Aeonus den Morast betrat, hatten die Verteidiger siebzehn Zeitrisse geschlossen. Deja und Temporus waren gefallen, zahllose Diener hatten Medivhs Schild geschwächt. Der letzte Drache musste nicht mehr jede Schutzschicht allein durchbrechen. Er kam in einen Kampf, den die fortgesetzten Wellen für ihn vorbereitet hatten.
Mit dem letzten Portal trat Aeonus selbst hervor. Hinter ihm lag keine weitere Reserve. Vor ihm stand Medivh kurz vor der Vollendung eines Rituals, das zwei Welten verband. Der Augenblick verdichtete den gesamten Einsatz: Entweder fiel der Wächter der Zeit, oder die ersten Orcs würden wie überliefert nach Azeroth gelangen.
Stillstand als Herrschaft
Aeonus hielt die Zeit an, verlangsamte seine Gegner und beschleunigte die eigene Gewalt. Stillstand wirkte dabei nicht friedlich. Er nahm anderen die Möglichkeit, zu handeln, während der Drache seinen Auftrag fortsetzte. So zeigte seine stärkste Macht das politische Wesen des unendlichen Plans: Eine Zukunft sollte entstehen, indem allen außerhalb des Schwarms der nächste Schritt verweigert wurde.
Die Sterblichen überwanden den Zeitstillstand und töteten Aeonus. Medivhs Zauber blieb ungebrochen. Kurz darauf öffnete sich das Dunkle Portal, und mit ihm begann das Leid, das jeder Verteidiger aus Geschichtsbüchern oder eigener Erinnerung kannte. Der Sieg bot keinen Jubel, nur die schwere Gewissheit, dass eine fremde Hand den Verlauf nicht an sich gerissen hatte.
Die Narbe wird Teil der Welt
Aeonus' Niederlage machte das Portal zu einem festen Bestandteil der bewahrten Zeit. Azeroth und Draenor würden einander verwunden, verändern und später mehrfach retten. Keine dieser Folgen entschuldigte Sargeras' Einfluss auf Medivh. Doch sie zeigten, weshalb der Bronzeschwarm den Moment verteidigte: Geschichte war nach dem Tor nicht nur Verlust, sondern auch das Leben all jener, die aus seinen Folgen hervorgingen.