Eine lebende Giftmasse
Viscidus besaß keine erkennbare Gestalt eines Qiraji, Silithiden oder gewöhnlichen Tieres. Das Wesen bestand aus zäher, giftiger Masse und erfüllte eine abgelegene Kammer des Tempels mit Dämpfen. Seine Herkunft wird nicht ausführlich erklärt. Ob es gezüchtet, beschworen oder durch die Umgebung C'Thuns verändert wurde, bleibt offen.
Normale Angriffe verformten den Schleim, konnten ihn aber nicht dauerhaft zerstören. Erst starke Kälte ließ den Körper langsamer und schließlich fest werden. In diesem erstarrten Zustand musste er in viele Teile zerschlagen werden. Die Begegnung zwang die Angreifer, ein Wesen nach seinen materiellen Eigenschaften zu bekämpfen, statt nur immer größere Gewalt einzusetzen.
Die Teilchen kehren zurück
Selbst nach dem Zerbrechen war Viscidus nicht sofort tot. Kleine Schleimstücke versuchten, wieder zueinanderzufließen und den Körper neu zu bilden. Jedes Teil, das sein Ziel erreichte, gab der Kreatur einen Teil ihrer Masse zurück. Der Sieg verlangte daher, die Aufspaltung vollständig zu nutzen und die Rückkehr des Schleims zu verhindern.
Viscidus bewachte nicht den direkten Hauptweg zu C'Thun, gehörte aber zum biologischen Schrecken des Tempels. Seine Existenz zeigte, wie weit die Lebensformen in Ahn'Qiraj von den vertrauten Völkern Azeroths entfernt waren. Der Alte Gott herrschte nicht nur über denkende Diener. Selbst Gift, Schleim und formlose Regeneration konnten in seinem Reich einen Platz als Wächter erhalten.