Der Weg nach Die Höhlen des Wehklagens
Naralex wollte das trockene Brachland mit der Macht des Smaragdgrünen Traums heilen. Als er in den Höhlen in einen magischen Schlaf fiel, verwandelte sein Alptraum Wasser, Tiere und Gefährten. Aus einem hoffnungsvollen Druidenwerk wurde ein lebendes Labyrinth, in dem jeder Schritt tiefer zugleich in Naralex' verwundeten Geist führte. In Verdan der Ewiglebende erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Verdan war älter als Naralex' Mission. Aus der üppigen Pflanzenwelt der Höhlen geformt, bewachte der Sumpfriese einen Ort, dessen eigenes Leben schon vor dem großen Heilungsversuch bestand. Seine Stärke diente keinem König. Sie gehörte zum Gleichgewicht von Wasser, Wurzeln und den Wesen, die in ihrem Schatten lebten.
Die Verderbnis machte aus dem sanften Wächter eine Monstrosität, löschte aber seine Bindung an das Revier nicht. Verdan beschützte die Höhlen weiter, nur konnte er Freund, Heiler und Eindringling nicht mehr unterscheiden. Der Alptraum musste ihm keinen neuen Zweck geben. Er verdrehte den alten, bis jede Annäherung wie eine Bedrohung erschien.
Die Höhle erhebt sich
Verdans gewaltiger Pflanzenkörper ließ den Kampf wirken, als stünde die Landschaft selbst auf. Wurzeln, Schläge und unnachgiebiges Wachstum machten seine Nähe tödlich. Er war keine fremde Kreatur, die in den Ort eingedrungen war. Er bestand aus dem Ort, und genau deshalb zeigte seine Verderbnis die Tiefe von Naralex' Schaden.
Um Naralex zu erreichen, mussten jene, die die Höhlen retten wollten, ihren ursprünglichen Wächter vernichten. Darin liegt Verdans Tragik. Er blieb seinem Auftrag auf eine Weise treu, die Rettung unmöglich machte. Nach seinem Fall war der Weg frei, doch die Höhlen hatten ein Wesen verloren, das sie lange vor ihrem Alptraum geschützt hatte.