Ehre und StärkeBlackmoore
So'azmi
Bosse

So'azmi

So'azmi war die schärfste Klinge des Kartells So und der letzte Schutz zwischen Al'dalil und seiner fliehenden Rivalin. Während So'leah nach Azeroth entkam, zerlegte der Assassine den Kampfplatz mit Versetzern, führte doppelte und dreifache Techniken aus und behandelte jeden tödlichen Hieb wie eine Lektion in vollkommener Kampfkunst.

Der Weg nach Tazavesh, der Verhüllte Markt

Hinter den Vergnügungen des Verhüllten Marktes begann eine Jagd durch mehrere Welten. So'leah, die Anführerin des Kartells So, suchte Teile eines Artefakts der Ersten und hatte als eine der ersten Mittlerinnen einen Weg nach Azeroth gefunden. Al'dalil und die Schlundgänger folgten ihrer Spur von Tazavesh nach Sturmheim und Boralus, ehe alle Wege im Opulenten Nexus zusammenliefen. In So'azmi nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Unter den Mittlern gab es Händler, Sammler, Kundschafter und jene, die das Gesetz der Klinge zu ihrem Beruf machten. So'azmi galt selbst unter den Letzteren als unerreicht. Er diente So'leah nicht wie ein gewöhnlicher Leibwächter, der nur zwischen seine Herrin und eine Waffe trat. Seine Kunst war Teil der Macht ihres Kartells. Solange er eine Tür bewachte, wurde sein Können selbst zu einem Vertrag, den kein Eindringling leicht brechen konnte.

Al'dalil hatte die Zustimmung der großen Kartelle gesammelt, um So'leahs Zuflucht betreten zu können. Als er endlich vor ihr stand, versuchte er sie vor dem Artefakt zu warnen. So'leah hörte in seinen Worten keine Sorge, sondern den Neid eines schwächeren Kartells. Sie öffnete ihren Weg nach Azeroth und ließ So'azmi zurück. Der Assassine sollte nicht gewinnen, um selbst Macht zu erlangen; er sollte Zeit kaufen, damit die Verfolgte uneinholbar wurde.

Eine Lehrstunde mit tödlichem Ende

So'azmi empfand den Kampf als Gelegenheit, seine Technik vorzuführen. Er sprach zu Gegnern wie ein Meister zu ungeschickten Schülern und korrigierte jeden Fehler mit einer Klinge. Darin lag weder Güte noch Überheblichkeit allein. Für ihn war Vollkommenheit eine Arbeit ohne Abschluss. Jeder Feind bot einen neuen Winkel, einen neuen Abstand und einen neuen Widerstand, an dem er die eigene Bewegung weiter verfeinern konnte.

Der Assassine stellte Versetzer auf, die zwei entfernte Punkte miteinander verbanden. Was wie ein Hindernis wirkte, wurde zugleich zum einzigen sicheren Weg. So'azmi teilte die Plattform durch Barrieren und zwang seine Gegner, im richtigen Augenblick durch die fremde Technik zu springen. Er herrschte nicht nur über die Reichweite seines Schwertes. Er bestimmte, welche Stellen des Raumes überhaupt noch nebeneinanderlagen.

Seine gefährlichsten Angriffe bestanden aus mehreren Bewegungen, die beinahe denselben Augenblick beanspruchten. Ein Hieb verlangte Aufmerksamkeit; der zweite bestrafte jene, die glaubten, die Folge bereits verstanden zu haben; ein dritter machte aus verspätetem Zögern den letzten Fehler. Die Gruppe musste unterbrechen, ohne ihre ganze Kraft zu früh zu verbrauchen. So'azmis Perfektion lag gerade darin, einen richtigen Entschluss wenige Atemzüge später falsch erscheinen zu lassen.

Schatten einer fliehenden Anführerin

Je länger der Kampf dauerte, desto weiter entfernte sich So'leah. So'azmi wusste, dass sein eigener Sieg dafür nicht notwendig war. Jede Minute, die Al'dalil bei ihm verlor, half dem Kartell So. Der Assassine wurde so zum Maß für die Loyalität, die seine Anführerin hervorrief. Sie ließ ihn zurück, doch er deutete diese Rolle nicht als Opfer. Für ihn war es der Platz, an dem seine Klinge den größten Wert besaß.

Die Schlundgänger nutzten die Versetzer gegen die Teilung des Raumes, erkannten die Reihenfolge seiner Angriffe und brachen die entscheidenden Techniken. So'azmi fiel mit der Scham, sein Kartell enttäuscht zu haben. Seine Niederlage widerlegte nicht sein Können. Sie zeigte, dass selbst vollendete Einzelkunst an einer Gruppe scheitern kann, die Wege, Unterbrechungen und Verantwortung miteinander teilt.

Durch das Echo nach Azeroth

Nach So'azmis Tod blieb eine Spur von So'leahs Flucht zurück. Al'dalil konnte ihrem Echo folgen und führte die Gruppe aus Tazavesh hinaus. Damit wechselte die Jagd ihre Gestalt. Der Markt lag hinter ihnen, doch seine Geschäfte reichten bereits nach Azeroth. Im Gewölbe Aggramars wartete Hylbrand, und So'leah war dort nicht als Händlerin erschienen, sondern als Diebin einer Macht, die älter war als ihre Kartelle.