Der Weg nach Tazavesh, der Verhüllte Markt
Hinter den Vergnügungen des Verhüllten Marktes begann eine Jagd durch mehrere Welten. So'leah, die Anführerin des Kartells So, suchte Teile eines Artefakts der Ersten und hatte als eine der ersten Mittlerinnen einen Weg nach Azeroth gefunden. Al'dalil und die Schlundgänger folgten ihrer Spur von Tazavesh nach Sturmheim und Boralus, ehe alle Wege im Opulenten Nexus zusammenliefen. In Hylbrand nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
In Sturmheim bewahrte das Gewölbe Aggramars Erinnerungen an die Titanenhüter und an jene Vrykul, deren Geschichte eng mit ihrer Ordnung verbunden war. Seine Kammern waren kein gewöhnliches Schatzhaus. Artefakte ruhten dort unter Schutzsystemen, die nicht zwischen neugierigen Besuchern und geplanten Dieben unterscheiden mussten. Wer sich an der verwahrten Macht vergriff, erklärte sich selbst zur Bedrohung.
So'leah nimmt ein Teilstück
So'leah erreichte das Gewölbe vor ihren Verfolgern und fand dort ein Teil des Artefakts der Ersten. Al'dalil warnte sie erneut, Macht ohne Weisheit führe zum Untergang. Sie antwortete nicht mit einer Rechtfertigung. Stattdessen nahm sie die Beute und überließ den Ankommenden die Macht der Titanen. So wurde der Wächter gegen jene gerichtet, die den Diebstahl verhindern wollten, während die Diebin mit dem entscheidenden Vorsprung entkam.
Der Raub rief Hylbrand aus seiner Ruhe. Der Vrykul trug den Titel Schwert der Hüter, weil er nicht bloß einen Raum, sondern den Anspruch seiner Schöpfer verteidigte. Er sah Fremde neben einem verletzten Siegel und brauchte keinen langen Bericht, um sein Urteil zu fällen. Für ihn waren alle, die nach So'leah das Gewölbe betraten, weitere Unwürdige, die einen dauerhaften Platz in dem Grab erhalten sollten.
Sicherheitsprotokolle aus Titanenhand
Hylbrand kämpfte nicht allein. Läuterer traten aus den Anlagen, stärkten seine Verteidigung und versperrten den Zugang zu den Kontrolltafeln. Geschütze zeichneten Feuer auf den Boden, während seine Klinge mit zwei schweren Schlägen durch die vorderen Reihen fuhr. Der Wächter und das Gewölbe bildeten eine Einheit. Selbst wer seiner Waffe auswich, stand noch immer in einem Raum, der den Eindringling als Fehler erkannt hatte.
Sobald Hylbrand genügend Energie gesammelt hatte, begann das Gewölbe eine vollständige Säuberung. Unbefugtes Leben sollte nicht vertrieben, sondern ausgelöscht werden. Farbige Umgehungscodes erschienen und mussten zu den passenden Tafeln getragen werden. Nur die zentrale Titankonsole zeigte, welcher Code wohin gehörte. Ein Irrtum löste runische Rückkopplung aus, während die Zeit bis zur Vernichtung weiterlief.
Verstehen statt zerschlagen
Die Kammer ließ sich nicht allein mit Gewalt bezwingen. Einer musste das Muster an der Konsole lesen, andere trugen die Codes, und wieder andere hielten Hylbrand sowie seine Läuterer fern. Damit verlangte ausgerechnet das starre Sicherheitssystem Zusammenarbeit und Verständnis. Die Gruppe überlebte nicht, weil sie stärker als jede Titanenmaschine war, sondern weil sie deren Ordnung schneller begriff, als Hylbrand sie gegen sie schließen konnte.
Hylbrand erfüllte seinen Auftrag bis zum Tod. Seine Tragödie lag nicht in Verrat oder Verderbnis, sondern in der Verzögerung eines vollkommenen Protokolls. So'leah hatte den Diebstahl begangen und den Raum verlassen; die Sicherung erwachte rechtzeitig, um ihre Verfolger einzuschließen. Ein Schutz ohne Urteilskraft kann die Schuldigen verfehlen und dennoch jeden Unschuldigen mit makelloser Folgerichtigkeit bestrafen.
Die Spur führt nach Boralus
Als Hylbrand fiel, war das gestohlene Teilstück bereits fort. Al'dalil und die Schlundgänger folgten So'leah weiter nach Boralus, wo eine Piratenkönigin ihren eigenen Raubzug vorbereitet hatte. Das Gewölbe blieb beschädigt zurück, doch seine Geschichte reiste mit ihnen: So'leah sammelte nicht bloß Kostbarkeiten. Sie verband Mächte verschiedener Ursprünge zu einem Artefakt, dessen Ganzes noch niemand beherrschen konnte.