Ehre und StärkeBlackmoore
Siamat
Bosse

Siamat

Siamat, Herrscher des Südwinds, gehörte zum Konklave des Windes. Im Auftrag Al'Akirs und Todesschwinges befreite er die Neferset vom Fluch des Fleisches. Die gewaltige Verwandlung erschöpfte ihn, worauf seine eigenen Verbündeten ihn einsperrten. Erst deren Niederlage brach das Gefängnis und ließ den verratenen Elementar frei.

Der Weg nach Die Verlorene Stadt der Tol'vir

In Uldums Wüste erhob sich die Verlorene Stadt der Neferset wie eine steinerne Erinnerung an titanische Ordnung. Todesschwinge und Al'Akir versprachen ihren Bewohnern die Befreiung vom Fluch des Fleisches, wenn sie sich gegen die anderen Tol'vir stellten. Als Siamat die Verwandlung vollendet hatte, wandten sich die Neferset gegen ihren erschöpften Wohltäter und sperrten ihn in den Mittelpunkt einer Stadt, deren wiedergewonnener Stein keine Einigkeit gebracht hatte. In Siamat nahm ein eigener Teil dieses Angriffs Gestalt an.

Siamat gehörte zum Konklave des Windes, den mächtigsten Dienern Al'Akirs. Sein Titel bezeichnete keine poetische Richtung, sondern einen Teil der elementaren Ordnung der Himmelsmauer. Er war Sturm, Herrscher und politischer Gesandter zugleich, fähig, ganze Völker mit einer Macht zu verändern, die gewöhnliche Schamanen kaum hätten begreifen können.

Al'Akir sandte Siamat auf Todesschwinges Wunsch zu den Neferset. Der Handel war einfach und gefährlich: Der Fluch des Fleisches sollte aufgehoben werden, dafür würden die Tol'vir dem neuen Bündnis dienen. Siamat brachte nicht nur ein Versprechen. Er besaß tatsächlich die Kraft, verwundbares Fleisch wieder in titanischen Stein zu verwandeln.

Die Rückkehr zu Stein

Die Umformung erfasste die Bevölkerung der Neferset. Verlorene Körper schienen wiederhergestellt, alte Sehnsucht erfüllt. Doch eine Gabe dieser Größe war kein neutraler Heilzauber. Mit jedem verwandelten Tol'vir wuchs Todesschwinges Armee, und Siamat gab einen Teil seiner eigenen Kraft aus, um den Handel unwiderruflich in die Körper eines Volkes zu schreiben.

Nach der gewaltigen Anstrengung war Siamat beinahe vollständig erschöpft. Husam und Barim nutzten den Augenblick. Die Neferset wandten sich gegen ihren Wohltäter und banden ihn auf der Plattform im Zentrum der Stadt. Sie wollten die Gabe behalten, ohne weiterhin dem Geber zu gehorchen.

Siamat blieb von wirbelnder Energie eingeschlossen, während die Stadt um ihn von seinen Verrätern regiert wurde. Erst als deren Anführer fielen, brachen auch die Fesseln. Die Eindringlinge hatten keinen Freund befreit. Sie hatten unwissentlich einen erzürnten Elementar aus einem Käfig gelöst, dessen Wut nun den einzigen noch anwesenden Zielen galt.

Der Sturm nimmt die Stadt auseinander

Siamat rief Diener des Windes, schleuderte Blitze und ließ Orkane über die zerfallende Plattform laufen. Unter seiner Macht brach das Bauwerk, das ihn gehalten hatte, endgültig auseinander. Der Herrscher des Südwinds kämpfte nicht in einer intakten Arena; seine Befreiung und seine Rache waren derselbe Vorgang, der Stein Stück für Stück dem Himmel übergab.

Siamat wurde in den Ruinen seines Gefängnisses bezwungen. Er hatte den Neferset gegeben, wonach sie sich sehnten, war dafür verraten und schließlich von jenen getötet worden, die unbeabsichtigt seine Ketten lösten. Sein Ende zeigte die Haltlosigkeit von Todesschwinges Bündnissen: Selbst eine Macht, die ein Volk neu erschaffen konnte, war nur so lange Verbündeter, wie sie sich beherrschen ließ.