N'Zoths hungrige Bestie
Shad'har lebte in den Tiefen Ny'alothas und war an eine Umgebung angepasst, in der Leerenenergie, Gift und Krankheit ineinandergriffen. N'Zoth hielt ihn nicht als gewöhnliches Tier. Die Bestie wurde mit unterschiedlichen Substanzen gefüttert, damit ihr Körper neue Formen der Verderbnis aufnehmen konnte.
Sein Hunger kannte kein natürliches Maß. Nahrung diente nicht nur dem Überleben, sondern der Veränderung. Was Shad'har fraß, wurde Teil seiner Angriffe und seines Körpers. So entstand ein Wesen, das sich während einer Auseinandersetzung immer wieder auf eine neue tödliche Umgebung einstellen konnte.
Im Kampf nahm Shad'har nacheinander verschiedene verderbte Stoffe auf. Seine Atemangriffe und die Verseuchung des Raumes änderten sich mit jeder Nahrung. Die Gegner konnten daher nicht auf eine einzige sichere Reaktion vertrauen.
Diese Fähigkeit war die verdrehte Form eines natürlichen Prinzips. Lebewesen passen sich über Generationen an. N'Zoth beschleunigte diesen Vorgang gewaltsam in einem einzigen Körper. Schmerz, Gift und Hunger ersetzten Zeit.
Der Hunger endet
Shad'har wurde getötet, bevor seine wechselnden Formen die Angreifer überwältigen konnten. Mit ihm verschwand eine Bestie, die jede neue Substanz in eine weitere Waffe verwandelt hatte.
Sein Fall bewies, dass Anpassung ohne Grenze nicht Unverwundbarkeit bedeutete. Der Körper konnte viele Verderbnisse tragen, blieb aber ein Körper. Gemeinsamer Widerstand brachte ihn zu Fall, bevor N'Zoth ihn erneut verändern konnte.
Shad'har zeigt, wie der Alte Gott Leben behandelte. Er wollte Arten nicht bewahren, sondern sie durch Belastung, Mutation und Auswahl in nützlichere Formen zwingen. Wer daran zerbrach, war bedeutungslos; wer überlebte, wurde zur nächsten Waffe.
Die Bestie war deshalb mehr als ein Haustier. Sie war ein kleines Modell dessen, was N'Zoth mit Azeroth vorhatte. Die Welt sollte jede Welle seiner Verderbnis aufnehmen, bis nichts von ihrer ursprünglichen Gestalt übrig blieb.