Ein steinerner Wächter
Morchok entstammte den mächtigen Elementarwesen der Erde. Überlieferungen beschreiben ihn als Wesen, das einst Azeroths Ordnung gedient haben soll. Seine Stärke lag in einem Leib aus Stein und Kristall, geschaffen für Ausdauer. Gerade diese Standfestigkeit machte seine spätere Verderbnis zu einer wertvollen Waffe für Todesschwinge.
Wie Todesschwinge selbst geriet Morchok unter den Einfluss der Alten Götter. Flüstern und Wahnsinn ersetzten seinen früheren Auftrag. Aus Schutz wurde der Wunsch, das Zentrum der Drachenmacht zu zertrümmern. Die Verderbnis erfand seine Kraft nicht, sondern gab einer vorhandenen Pflicht ein entgegengesetztes Ziel.
Angriff auf den Drachentempel
Als die Stunde des Zwielichts nahte, marschierte Morchok gegen den Wyrmruhtempel. Dort wollten die Aspekte die Drachenseele einsetzen, um Todesschwinge aufzuhalten. Morchok stand deshalb am Anfang des letzten Weges: Solange der Riese den Zugang bedrohte, konnten die Drachen weder das Relikt vorbereiten noch ihre verbliebene Macht bündeln.
Unter größter Belastung konnte Morchok einen Teil seiner Kraft als Kohcrom abspalten. Zwei steinerne Körper wiederholten dieselben verheerenden Angriffe und zwangen ihre Gegner, einer gespaltenen Gewalt standzuhalten. Darin spiegelte sich sein Zustand. Der einst feste Wächter war innerlich zerbrochen, doch jeder Bruchteil trug noch genug Macht für eine Katastrophe.
Der Weg zur Drachenseele
Morchoks Fall sicherte den Drachentempel und erlaubte den Verteidigern, Todesschwinges Verbündete weiter zurückzudrängen. Der Riese war nicht der Urheber des Kataklysmus, aber sein Schicksal wiederholte dessen Grundmuster. Eine Macht, die Azeroth bewahren sollte, wurde von den Alten Göttern umgedreht und gegen genau jene Welt gerichtet, die sie einst getragen hatte.