Eine Siedlung an vergifteten Wassern
Der Magramklan errichtete sein Dorf an einer Reihe gelblicher Tümpel im Südosten Desolaces. Hütten standen auf Inseln und am Ufer, einfache Brücken hielten die weit auseinanderliegenden Teile der Siedlung zusammen. Die Landschaft bot wenig, doch der Clan kannte ihre Wasserstellen und Wege besser als jeder Fremde.
Wie die Gelkis stammten die Magram von den Kindern Zaetars und Theradras' ab. Diese gemeinsame Herkunft führte nicht zu Einigkeit. Jeder Clan entwickelte eigene Anführer, eigene Bündnisse und eine Erzählung, nach der gerade er Anspruch auf Land und Vorrang besaß.
Die Fehde mit den Gelkis
Zwischen Magram und Gelkis herrschte ein beständiger Krieg. Vieh, Waffen und Gefangene wechselten bei Überfällen die Seite. Ein Reisender konnte das Vertrauen der Magram gewinnen, indem er ihre Feinde bekämpfte, machte sich damit aber unweigerlich die Gelkis zum Gegner.
Die Fehde prägte beide Völker stärker als jede äußere Bedrohung. Selbst in einem Land voller Dämonen, Satyrn und verdorbener Magie blieb der jeweils andere Zentaurenklan der vertrauteste Feind. Diese Nähe machte Versöhnung schwieriger als einen vorübergehenden Waffenstillstand gegen Fremde.
Ein Clan zwischen Stolz und Abhängigkeit
Die Magram betrachteten Härte als Voraussetzung des Überlebens. Ihr Dorf war kein ruhiger Zufluchtsort, sondern Ausgangspunkt für Patrouillen und Angriffe. Der Khan musste zeigen, dass er Beute, Sicherheit und Ansehen sichern konnte.
Magramdorf macht sichtbar, warum die Zentauren Desolaces trotz ihrer Zahl kein geeintes Reich errichteten. Ihre Dörfer waren fest genug, um Identität zu bewahren, aber die Bindung an den eigenen Clan war stärker als die Erinnerung an eine gemeinsame Herkunft.