Der Weg nach Schwarzfelstiefen
Die Schwarzfelstiefen bilden das Herz der Schattenseite, jener gewaltigen Stadt, die der Dunkeleisenklan tief im Schwarzfels errichtete. Nach der Beschwörung Ragnaros' lebten die Zwerge zwischen eigener Krone und dem Zwang des Feuerfürsten. Gefängnisse, Arena, Manufaktur, Schenke, Gruft und imperialer Sitz lagen nicht wie getrennte Verliese nebeneinander, sondern wie Organe eines Reiches: Jeder Raum hielt die Herrschaft Dagrans am Leben und zeigte zugleich, welchen Preis sein Volk für Macht, Stolz und die Hoffnung auf Freiheit bezahlte. In Magmus erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Magmus kam nicht zufällig vor den imperialen Sitz. Botschafter Flammenschlag setzte den geschmolzenen Riesen dort als letzten großen Wächter ein. Damit lag zwischen Ragnaros' Gesandtem und Dagran eine klare Kette: Der Botschafter schützte die Macht des Feuerfürsten in der Verzauberungskammer, sein Beauftragter schützte den sterblichen Herrscher, der dieser Macht dienen musste.
Dagrans Furcht vor Attentätern
Der Imperator hielt selbst einen Riesen aus Feuer nicht für ausreichend. Er fürchtete Mörder und ließ Magmus zusätzlich über die Statuen der Eisenhalle bestimmen. Diese Angst war nicht grundlos. Dagran regierte ein Volk voller alter Feindschaften, hielt Gefangene aus Sturmwind und hatte Moira als Geisel in den Berg bringen lassen. Jede politische Entscheidung konnte einen weiteren Gegner vor seine Tür führen.
Der Weg zu Magmus verlangte, in der großen Halle des Lyzeums zwei Schattenschmiedefackeln zu entzünden. Erst dann öffneten sich die schweren Türen. Das Ritual gab jedem Eindringling Zeit zu verstehen, dass der Thronsaal kein zufälliger Nebenraum war. Die ganze Stadt führte auf einen Zugang hin, den Licht aus den eigenen Wächtern des Imperators freigeben musste.
Statuen, die den Gang in Feuer teilten
Im Kampf erwachten die steinernen Reihen an den Wänden und spien Flammen in die Halle. Sicherheit bestand nur in den Zwischenräumen. Magmus stampfte, warf Gegner zurück und zwang sie, ihre Stellung immer wieder neu zu finden. Dagrans Verteidigung machte Architektur zur Waffe: Nicht nur der Wächter, sondern der gesamte repräsentative Gang zum Herrscher griff an.
Magmus warnte im Namen Dagrans und bot Umkehr an, bevor er den Untergang ankündigte. Seine Stimme besaß keine bekannte persönliche Geschichte. Sie sprach die Grenze des Amtes aus. Hinter ihm warteten Krone, Ehe und der Konflikt um Ragnaros; vor ihm durfte all das nicht gestört werden.
Die letzte Tür öffnet sich
Mit Magmus' Fall verstummten auch die Statuen, und der imperiale Sitz lag offen. Dagrans gestaffelte Vorsicht hatte jeden Angreifer verlangsamt, aber nicht aufgehalten. Der Riese war die letzte Verkörperung eines Herrschers, der Macht ausstrahlen wollte und zugleich hinter immer mehr Feuer verbergen musste, wie wenig sicher er sich auf seinem eigenen Thron fühlte.