Der Weg nach Die Höhlen des Wehklagens
Naralex wollte das trockene Brachland mit der Macht des Smaragdgrünen Traums heilen. Als er in den Höhlen in einen magischen Schlaf fiel, verwandelte sein Alptraum Wasser, Tiere und Gefährten. Aus einem hoffnungsvollen Druidenwerk wurde ein lebendes Labyrinth, in dem jeder Schritt tiefer zugleich in Naralex' verwundeten Geist führte. In Lord Pythas erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Aryn kannte Naralex nicht nur als Lehrer. Beide waren seit ihrer Kindheit verbunden. Als Naralex den Traum vom grünen Brachland verfolgte, lernte Aryn rasch die Wege der Druiden und schützte ihn als erfahrener Krieger. Seine Teilnahme beruhte auf einer Nähe, die älter als die Mission selbst war.
Der Leibwächter fällt zuerst im Inneren
Kampftraining konnte Aryn vor Klingen schützen, nicht vor einem Alptraum, der durch die Magie seines Freundes in die Höhlen sickerte. Die Verderbnis nahm ihm den Verstand und ließ ihn als Lord Pythas wiederkehren. Aus dem Wächter wurde ein Gegner, der jeden Zugang zu Naralex mit genau den Fähigkeiten versperrte, die ihn einst schützen sollten.
Pythas verband sichere Nahkampftechnik mit seinem druidischen Arsenal. Er war deshalb gefährlicher als ein bloß rasendes Opfer der Verderbnis. Erfahrung, Haltung und Zauber blieben erhalten. Der Alptraum musste seine Persönlichkeit nicht auslöschen; es genügte, all diese erlernten Mittel gegen ein neues Ziel zu richten.
Unter den Druiden des Giftzahns steht Pythas für Naralex' persönlichsten Schaden. Nicht irgendein Akolyth ging verloren, sondern ein Kindheitsfreund. Seine Niederlage beseitigte einen Wächter des Alptraums, doch sie machte die erhoffte Heilung des Brachlands bitterer. Jeder weitere Schritt zu Naralex führte über das zerbrochene Vertrauen, das ihn überhaupt in die Höhlen begleitet hatte.