Der Weg nach Die Höhlen des Wehklagens
Naralex wollte das trockene Brachland mit der Macht des Smaragdgrünen Traums heilen. Als er in den Höhlen in einen magischen Schlaf fiel, verwandelte sein Alptraum Wasser, Tiere und Gefährten. Aus einem hoffnungsvollen Druidenwerk wurde ein lebendes Labyrinth, in dem jeder Schritt tiefer zugleich in Naralex' verwundeten Geist führte. In Lord Kobrahn erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Jarlaxla konnte die Gestalten der Natur mit ungewöhnlichem Geschick annehmen. Diese Begabung brachte ihm Ansehen im Zirkel des Cenarius. Für einen Druiden bedeutete Gestaltwandlung nicht, das eigene Selbst abzuwerfen, sondern andere Arten des Lebens zu verstehen und ihre Kraft für einen begrenzten Augenblick zu teilen.
Die Form verschlingt den Druiden
Im Alptraum der Höhlen veränderte sich dieses Verhältnis. Jarlaxla perfektionierte eine tödliche Schlangengestalt und nannte sich Kobrahn. Der neue Name feierte nicht länger das Wechseln zwischen Formen, sondern die Unterwerfung unter eine einzige. Was zuvor Beweglichkeit des Geistes bewiesen hatte, wurde zu einem Gefängnis aus Gift und Macht.
Kobrahn überragte viele andere Druiden und umgab sich mit Deviatpythons. Eine veränderte Klaue und seine Schlangenmagie machten sichtbar, wie weit der Alptraum Körper und Kunst verschmolzen hatte. Er kämpfte nicht neben den verdorbenen Tieren der Höhle; er erschien als ihr vollkommenerer Verwandter.
Die dunkle Vollendung
Kobrahns Tragödie liegt im Wort Vollendung. Er erreichte eine Macht, die sein früheres Talent scheinbar bestätigte, verlor dabei aber die Freiheit, etwas anderes zu sein. Sein Fall beendete diese falsche Meisterschaft. Für den Zirkel blieb die Warnung, dass selbst die tiefste Nähe zur Natur verderben kann, wenn eine einzelne Form zum einzigen erlaubten Selbst wird.