Der Weg nach Spitzen des Aufstiegs
Die Spitzen des Aufstiegs führten zum Sitz der Archon und verkörperten den höchsten Anspruch des kyrianischen Pfades. Devos' Verschmähte nahmen diesen Ort nicht nur militärisch ein. Sie wollten beweisen, dass die alte Ordnung ihre eigene Höhe nicht mehr verdiente. Zwischen den unteren Plattformen und dem Gipfel standen eine frisch erhobene Fliegerin, eine verdrehte Mutprobe und eine Animaartillerie, bevor Devos selbst das Urteil über den Pfad erzwingen wollte. In Kin-Tara nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Kyrianische Aspiranten sollten Geduld lernen, Erinnerungen ablegen und erst nach langer Prüfung aufsteigen. Während der Animadürre wurde dieses Versprechen immer ferner. Selbst bereite Seelen warteten, weil die notwendige Kraft fehlte. Kin-Tara erlebte, wie Gehorsam keine klare Zukunft mehr eröffnete. Die Verschmähten boten ihr eine Antwort, die sofort sichtbar war: Wer sich ihnen bewies, musste nicht länger um Flügel bitten.
Die Verschmähten gewähren den Aufstieg
Devos' Anhänger brachen mit der Vorstellung, nur die alte Ordnung dürfe Erhebung verleihen. Kin-Tara nahm das Angebot an und stieg unter dunklen Kyrianern auf. Der Vorgang war Befreiung und Bindung zugleich. Sie entkam der endlosen Warteschlange, verdankte ihre neue Gestalt aber einer Rebellion, die nun ihren Dienst erwartete. Flügel gaben Freiheit über den Boden, nicht automatisch Freiheit von jeder Hierarchie.
Kin-Tara lernte rasch, den Luftraum zu beherrschen. Ihre Sicherheit war nicht bloß Dankbarkeit. Sie wollte beweisen, dass Devos' Weg Ergebnisse hervorbrachte, während die Archon Aspiranten warten ließ. Solange Kin-Tara stand, sollten die Spitzen den Verschmähten gehören. Jeder Flug über den heiligen Plattformen wurde damit zu einer sichtbaren Behauptung, dass die neue Ordnung die Höhe bereits erobert hatte.
Azules an ihrer Seite
Kin-Tara kämpfte gemeinsam mit Azules, einer geflügelten Bestie, die den Raum unter ihr bedrohte. Wenn sie sich in die Luft erhob, blieb ihr Verbündeter am Boden gefährlich; sank sie herab, verbanden sich beide Angriffe. Das Paar machte aus Höhe keine Flucht. Kin-Tara nutzte sie, um Zeitpunkt und Richtung des nächsten Stoßes zu bestimmen, während Azules jeden sicheren Blick nach oben bestrafte.
Aus der Luft markierte Kin-Tara Linien und schleuderte geladene Speere durch ihre Gegner. Ihre Schläge kamen nicht aus jener langsamen Feierlichkeit, mit der kyrianische Aufstiege dargestellt wurden. Sie waren schnell, scharf und ohne Zögern. Die neu gewonnenen Flügel trugen keine stille Würde, sondern die Ungeduld einer Frau, die lange genug gewartet hatte und nun jeden Widerstand als Versuch verstand, sie wieder zu Boden zu zwingen.
Der erste Halt der Verschmähten fällt
Die Schlundgänger hielten Azules und Kin-Tara zugleich im Blick, wichen den Flugbahnen aus und brachen die Verteidigung der unteren Spitzen. Kin-Tara starb überzeugt, die Angreifer könnten den Krieg dennoch nicht gewinnen. Ihr Fall nahm Devos eine fähige Anhängerin, widerlegte aber nicht die Klage, die sie zu den Verschmähten geführt hatte. Die Animadürre und das ungehörte Warten waren wirkliche Wunden.
Kin-Taras Geschichte zeigt, weshalb die Rebellion Anhänger fand. Die alte Ordnung verlangte Geduld, ohne noch zuverlässig erfüllen zu können, was sie versprach. Devos bot sofortige Veränderung, verband sie jedoch mit einem Feldzug und dem Kerkermeister. Zwischen beiden Wegen blieb kaum Raum für eine Aspirantin, die weder warten noch erobern wollte. Kin-Tara entschied sich für die Flügel und erfuhr erst im Fall, welchen Preis ihre Richtung trug.