Der Weg nach Zul'Farrak
Zul'Farrak war keine Ruine, in die zufällig Gegner einzogen, sondern die noch bewohnte Pyramidenstadt der Sandwüter. Ihre heiligen Wasser, Gräber und alten Opferstätten bewahrten Erinnerungen an eine Zeit, in der Trollreiche größere Teile von Kalimdor beherrschten. Unter Häuptling Ukorz Sandskalp wurde aus dieser Erinnerung ein gewaltsames Rückeroberungsversprechen. Tote dienten Hexendoktoren, Gefangene sollten geopfert werden, und im Herzen der Stadt schlief Gahz'rilla, eine Hydra, deren Hunger Religion und Politik zugleich zusammenhielt. In Henker der Sandwüter erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Der Henker wartete bei den Gefangenen auf dem Gipfel der Pyramide. Die Höhe machte aus einer Hinrichtung ein öffentliches Zeichen. Wer dort starb, sollte nicht nur beseitigt, sondern unter den Augen der Stadt als machtlos vor Ukorz' Ordnung gezeigt werden.
Gerechtigkeit nach Sandwüterart
Er kündigte den Beginn der Exekutionen an und erklärte nach jedem gefallenen Gegner, Gerechtigkeit sei geschehen. Das Wort verriet, wie die Stadt ihre Gewalt erzählte. Gefangene waren nicht bloß Opfer; sie waren zuvor zu Schuldigen erklärt worden, damit der Henker jeden Schlag als Vollzug einer rechtmäßigen Ordnung betrachten konnte.
Nach seinem Tod fiel der Schlüssel in die Hände der Eindringlinge. Damit konnten die Gefangenen befreit werden. Ein kleines Stück Metall kehrte die Bedeutung der Pyramide um: Aus dem Ort vorbereiteter Tode wurde eine Verteidigungsstellung, an der Befreite und Abenteurer gemeinsam gegen die heranstürmenden Sandwüter kämpften.
Der Beginn des Treppenkampfs
Der Henker war nicht der mächtigste Anführer Zul'Farraks, doch sein Fall löste eines der größten Gefechte der Stadt aus. Nekrum und Sezz'ziz führten eine gewaltige Menge Trollkrieger die Stufen hinauf. So wurde der Mann, der mit einer einzelnen Hinrichtung beginnen wollte, unfreiwillig zum Auslöser eines Aufstands, der Ukorz' Verteidigung offenlegte.