Wächter von Helheim
Helya herrscht über ein Reich, in dem geraubte Vrykulseelen stranden. Die Grenze dieses Reiches bewacht Guarm, ein dreiköpfiges Tier von gewaltiger Kraft. Er hält Eindringlinge fern und verhindert zugleich, dass Helyas Gefangene entkommen.
Seine drei Köpfe handeln als ein Körper, tragen jedoch unterschiedliche elementare Kräfte. Feuer, Frost und Schatten machen ihn zu einem lebenden Tor, das nur im gemeinsamen Widerstand überwunden werden kann.
Helyas Herrschaft
Guarm besitzt keine bekannte politische Absicht. Seine Bedeutung entsteht aus seiner vollkommenen Bindung an Helya. Wo er wacht, gilt ihr Wille. Damit verkörpert er die Ordnung Helheims deutlicher als viele sprechende Diener.
Helya hatte ihr Reich aus Rache an Odyn aufgebaut. Doch aus der einst Unterdrückten wurde eine Herrscherin, die selbst Seelen band. Guarm schützt dieses Gefängnis und macht ihre persönliche Fehde zu einer Gefahr für jeden Toten Sturmheims.
Nachdem Odyn besiegt und von Helyas Fluch gelöst werden sollte, führte der Weg aus den Hallen der Tapferkeit nach Helheim. Guarm wartete zwischen beiden Reichen. Wer Helya erreichen wollte, musste zuerst ihren Wächter niederwerfen.
Der Kampf machte deutlich, dass Odyns und Helyas Konflikt die Grenzen des Todes verändert hatte. Zwischen goldenen Hallen und schwarzem Meer stand ein Tier, das die Teilung mit Zähnen verteidigte.
Drei Köpfe, eine Aufgabe
Guarms Feueratem verbrannte, sein Frostatem erstarrte und sein Schattenatem zehrte am Leben. Diese Verbindung mehrerer Kräfte war nicht bloß körperliche Besonderheit, sondern Ausdruck von Helyas Macht über Wesen aus unterschiedlichen Bereichen.
Sein Verhalten blieb das eines Wachhundes. Er jagte, sprang und riss seine Gegner zu Boden. Gerade diese Einfachheit machte ihn gefährlich: Guarm ließ sich weder überzeugen noch gegen seine Herrin ausspielen.
Mit Guarms Niederlage wurde der Zugang zu Helyas tiefstem Machtbereich frei. Der Hund konnte die Angreifer verzögern, aber nicht verhindern, dass die Fehde ihren Ursprung erreichte.
Sein Tod schwächte Helheims Schutz und zwang Helya, selbst gegen jene anzutreten, die Odyns Freiheit suchten. Dadurch wurde aus einem jahrtausendealten Schattenkrieg eine offene Entscheidung.
Guarms Platz im Totenreich
Guarm steht in einer langen Reihe von Wächtern, die keine eigene Herrschaft anstreben und dennoch ganze Ordnungen erhalten. Ohne ihn wäre Helheims Grenze durchlässiger und Helyas Zugriff auf die Toten schwächer gewesen.
Seine Geschichte ist kurz, aber klar mit Sturmheims größerem Konflikt verbunden. Er ist das Tier an der Schwelle, hinter der Odyns Schuld und Helyas Rache nicht länger voneinander getrennt werden können.