Ehre und StärkeBlackmoore
Gekkan
Bosse

Gekkan

Gekkan führte einen furchterregenden Saurokstoßtrupp in die Schatzkammern des Mogu'shanpalasts. Saurok waren selten für Loyalität bekannt, doch sein Mut und taktischer Scharfsinn erfüllten die Glintrok mit Stolz. Zwischen rivalisierenden Moguklans schuf er etwas, das diesen fehlte: eine kleine, gefährliche Einheit, die einander tatsächlich stärkte.

Der Weg nach Mogu'shanpalast

Der Mogu'shanpalast war keine stille Ruine, sondern Bühne eines erneuten moguischen Machtkampfes. König Xin rief rivalisierende Klans an seinen Hof, ließ sie um Gunst wetteifern und bewahrte unter ihnen Schätze, Waffen und Erinnerungen an ein Reich, das Pandaria einst mit Sklaverei beherrscht hatte. Als Fremde die Hallen betraten, wurde aus höfischer Rivalität ein blutiger Beweis dafür, wie wenig die Mogu aus dem Fall ihres alten Imperiums gelernt hatten. In Gekkan nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Die Mogu hatten die Saurok einst durch Fleischformung geschaffen, damit starke, anpassungsfähige Soldaten ihre Grenzen bewachten. Später wandten sich viele dieser Reptilienwesen gegen ihre Herren und lebten in eigenen Banden. Gekkan kehrte nicht als gehorsamer Diener in den Palast zurück. Er kam als Anführer eines Stoßtrupps, der das Chaos der Mogu für einen eigenen Vorstoß in ihre sagenumwobenen Schatzkammern nutzte.

Die Glintrok folgen freiwillig

Saurok galten als rücksichtslos und wenig geneigt, persönliche Freiheit für dauerhafte Treue aufzugeben. Dennoch folgten Gekkans Soldaten ihm mit erkennbarem Stolz. Sein Mut und taktischer Scharfsinn hatten eine Loyalität geschaffen, die nicht aus uralter Herrschaft oder magischem Zwang erwuchs. Für Wesen, deren Vorfahren als Werkzeuge geformt worden waren, lag darin eine stille Umkehr der alten Ordnung.

Gekkan umgab sich mit Glintrok, die einander ergänzten. Ein Eisenhautkämpfer hielt Gegner gebunden, ein Schleicher suchte verwundbare Ziele, ein Orakel stärkte und heilte, während ein Verhexer die Ordnung der Feinde störte. Jeder Einzelne war gefährlich, doch ihre wahre Kraft lag in der Rollenverteilung. Gekkan führte keine lärmende Horde. Er führte eine Gruppe, in der jede Fähigkeit einen Platz besaß.

Der Anführer spornte seine Begleiter an und steigerte ihre Angriffskraft. Fiel einer von ihnen, reagierten die anderen nicht mit Flucht, sondern mit neuer Entschlossenheit. Gekkan machte Verlust zu Beschleunigung. Dadurch wurde jede Entscheidung gefährlich: Wer einen Soldaten ausschaltete, verringerte zwar die Zahl der Feinde, ließ die verbleibenden aber umso heftiger kämpfen.

Die Schatzkammern als Gelegenheit

Während Xins Klanführer um Rang stritten, drang Gekkan tiefer in den Palast ein. Seine Anwesenheit zeigte, wie wenig der König seine eigenen Hallen beherrschte. Schätze, die als Beweis moguischer Größe gesammelt worden waren, zogen gerade jene an, die in dieser Größe nur Beute sahen. Jede Rivalität am Hof öffnete weiter unten eine Tür.

Gekkans Trupp war kein edler Orden. Die Saurok kamen zum Plündern und hätten kaum gezögert, ihre Beute mit Gewalt zu verteidigen. Trotzdem besaßen sie untereinander eine Form von Zusammenhalt, die den Mogu fehlte. Diese Spannung machte Gekkan bemerkenswert: Er führte rücksichtslose Wesen, aber er tat es so, dass sie seinen Erfolg als ihren eigenen verstanden.

Der Stoßtrupp zerbricht

Mit Gekkans Tod und dem Fall seiner Glintrok endete der Vorstoß in die Schatzkammern. Die Mogu erhielten dadurch ihre Schätze nicht zurück; Fremde drangen weiterhin tiefer vor. Doch eine der diszipliniertesten Gruppen im Palast war verschwunden. Ausgerechnet die geschaffenen ehemaligen Diener hatten gezeigt, wie wirkungsvoll freiwillige Loyalität sein konnte, bevor auch sie dem Kampf um Xins Hallen zum Opfer fielen.