Der Weg nach Das Verlies
Das Verlies lag mitten unter Sturmwind und sollte die gefährlichsten Gefangenen des Königreichs sicher verwahren. Korruption, verschleppte Verfahren und politische Blindheit machten es jedoch zum Sammelpunkt sehr verschiedener Verbrecher. Als die Defias einen Aufstand auslösten, verwandelten sich enge Zellenblöcke in ein Schlachtfeld, auf dem alte Feinde des Reiches und gewöhnliche Gefangene dieselbe offene Tür nutzten. In Dextren Ward erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Ward wurde dabei ertappt, Leichen vom Friedhof von Rabenflucht an Morbent Teufel zu verkaufen. Der Handel verletzte nicht nur Gesetze. Er nahm Familien die Toten und lieferte einem Nekromanten Material für weitere Gewalt. Ratsherr Mühlenstein verlangte deshalb Dextrens kalte, tote Hand.
Ein Mann im Schatten größerer Schrecken
Morbent Teufels Macht machte Dextren nicht zu einem bloßen Boten ohne Verantwortung. Er entschied sich, von den Körpern anderer zu profitieren. Im Verlies saß damit ein Glied jener Kette, durch die Friedhöfe zu Vorratskammern der Nekromantie wurden.
Dextren konnte Gegner in Panik versetzen. In offenen Räumen wäre Flucht bereits gefährlich gewesen; im Verlies führte sie direkt in benachbarte Zellen und weitere Gruppen Aufständischer. Seine Magie benutzte die Architektur Sturmwinds gegen ihre Verteidiger. Mauern, die Gefangene trennen sollten, machten unkontrollierte Bewegung tödlich.
Das geforderte Pfand
Mit Dextrens Fall endete ein Teil des Handels um Rabenflucht. Die Forderung nach seiner Hand spiegelte die Grausamkeit des Verbrechens, ersetzte aber erneut ein ordentliches Urteil durch Vergeltung. Das Verlies sammelte solche unvollendeten Verfahren, bis der Aufstand alle zugleich in Gewalt auflöste.