Ein Wesen aus Nefarians Zucht
Chimaeron entstand in den Laboren des Pechschwingenabstiegs. Sein Körper vereinte mehrere Köpfe, unterschiedliche Angriffe und eine instabile Regeneration. Anders als ein natürlicher Drache besaß er keine erkennbare Aufgabe im Gleichgewicht Azeroths. Er war geschaffen worden, weil Nefarian zeigen wollte, dass er aus lebendem Material etwas Größeres und Tödlicheres zusammensetzen konnte.
Der Abenteurer und Alchemist Finkle Einhorn geriet in Chimaerons Nähe und überlebte, indem er sich versteckte. Er hatte das Wesen beobachtet und verstand, dass sein Gift einen ganzen Raum vernichten konnte. Mit dem Bile-O-Tron 800 versuchte er, den Körpern der Eindringlinge gerade genug Widerstand zu geben, um nicht an der ersten Giftwelle zu sterben.
Leben an der Grenze
Der Schutz des Bile-O-Tron machte niemanden unverwundbar. Er hielt seine Verbündeten nur knapp am Leben, solange die Maschine funktionierte. Chimaeron schlug damit in eine besondere Schwäche: Jeder Angriff konnte tödlich sein, und Heilung musste den schmalen Abstand zwischen Überleben und Zusammenbruch bewahren. Wenn die Köpfe stritten oder die Technik ausfiel, veränderte sich dieser Rhythmus sofort.
Chimaeron war zu instabil und zu aggressiv, um ein Volk oder einen eigenen Schwarm zu begründen. Genau das unterschied ihn von den Drachen, aus deren Leib Nefarian seine Versuche ableitete. Er besaß Macht, aber keine Geschichte, die ihm selbst gehörte. Sein ganzes Dasein war auf eine Kammer, einen Kampf und den Beweis seines Schöpfers reduziert.
Das Labor als Herrschaftsmodell
Nefarian behandelte Chimaeron nicht als misslungen. Solange das Wesen töten konnte, war seine Verstümmelung ein Erfolg. Der Pechschwingenabstieg erzählt deshalb nicht nur von einzelnen Monstern, sondern von einer Herrschaft, die Leben nach Nutzen sortierte. Chimaerons Fall beendete seine Qual und nahm Nefarian eine Waffe, doch die Spuren dieser Zucht reichten weit über die Kammer hinaus.