Ehre und StärkeBlackmoore
Botschafter Höllenschlund
Bosse

Botschafter Höllenschlund

Höllenschlund war ein mächtiger Dämon und Jünger des Schmerzes, den die Teufelsorcs im Schattenlabyrinth banden. Die Kabale fütterte ihn mit Gefangenen, deren Nutzen für den Schattenrat erschöpft war. Aus Blut, Angst und Verzweiflung gewann er Kraft, bis der angebliche Botschafter nur noch die Botschaft verkörperte, dass jeder Diener und Gefangene verbraucht werden konnte.

Der Weg nach Schattenlabyrinth

Das Schattenlabyrinth war Zuflucht, Ritualstätte und Gefängnis des Schattenrats. Vorpil und Schwarzherz hatten Auchindouns Geister schon vor der großen Explosion erforscht; nun beherrschte ihre Kabale Dämonen, Gefangene und Portale rund um Murmur. Im tiefsten Raum wartete damit nicht nur ein Boss, sondern jene kosmische Gewalt, deren Ankunft die ganze Totenstadt zerrissen hatte. In Botschafter Höllenschlund erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Höllenschlunds Titel klang nach einer Stimme zwischen Mächten, doch er brachte keine Verträge. Er diente Tod und Schmerz. Seine Diplomatie bestand im Beweis, dass der Schattenrat einen Dämon binden und ernähren konnte. Wer ihm begegnete, sollte nicht überzeugt werden, sondern begreifen, welche Qual hinter den verschlossenen Gängen wartete.

Gebunden von Teufelsorcs

Die Kabale hielt Höllenschlund mit Ritualisten und Bannmagie fest. Seine Fesseln waren zugleich Schutz und Nutzbarmachung. Ein freier Dämon hätte auch seine Beschwörer verschlingen können; ein gebundener Dämon bewachte ihren Eingang. Die Teufelsorcs wiederholten damit das alte Versprechen der Hexenmeister, dass gefährliche Macht sicher sei, solange genug andere Wesen für ihre Kontrolle bezahlten.

Menschen, die dem Schattenrat keine weiteren Informationen oder Dienste mehr geben konnten, wurden Höllenschlund vorgeworfen. Ihr Leben endete nicht erst dann wertlos; die Kabale hatte es von Anfang an als Vorrat betrachtet. Der Dämon schmeckte im Blut besonders gern Furcht und Verzweiflung, weshalb die Gefangenschaft selbst bereits Teil seiner Fütterung war.

Stärke aus fortgesetztem Leid

Jedes Opfer nährte Höllenschlund und machte ihn zu einer wirksameren Wache. Das System belohnte sich dadurch selbst: Gefangene halfen unfreiwillig, den Ort zu schützen, an dem weitere Menschen eingesperrt wurden. Der Dämon musste keine eigene Armee aufstellen. Die grausame Verwaltung seiner Herren verwandelte deren verbrauchte Opfer in seine Kraft.

Solange die bindenden Kultisten lebten, blieb Höllenschlund verbannt. Mit ihrem Tod löste sich die Kontrolle und er patrouillierte durch die Halle. Säure fraß Rüstung, sein Brüllen trieb Gegner in Furcht auseinander, und jeder Schritt zeigte, weshalb die Kabale ihn nicht frei hatte handeln lassen. Der Wächter war selbst eine Gefahr für jede Ordnung in seiner Nähe.

Das Ende der Fütterung

Höllenschlunds Niederlage beendete den stetigen Strom von Gefangenen in sein Maul. Die Kabale verlor ihren ersten großen Schutz und zugleich ein sichtbares Symbol ihrer Herrschaft. Der Dämon hatte sich dem Tod verschrieben, doch sein Fall zeigte, dass Schmerz keine unerschöpfliche Grundlage von Macht ist. Irgendwann erreicht auch eine gefütterte Angst jene, die sie verwalten.