Eine Beute für die Arena
Charonus sammelte nicht nur geschickte Kämpfer. Für sein Publikum brauchte er Größe, Schrecken und das Versprechen, dass eine Begegnung außer Kontrolle geraten könnte. Atroxus erfüllte all diese Wünsche. Das gewaltige Tier wurde gefangen, fortgeschafft und in eine Umgebung gesperrt, in der sein Körper selbst zur Vorführung wurde.
Die Domanaar hielten Atroxus ausgehungert. Damit machten sie aus einem natürlichen Bedürfnis eine Steuerung. Jede neu geöffnete Tür versprach Beute, jeder Gegner roch nach dem Ende des Hungers. Das Tier musste keinen Befehl verstehen. Seine Besitzer sorgten nur dafür, dass Schmerz es in die gewünschte Richtung trieb.
Gift und Masse
Atroxus griff mit gewaltigen Klauen an, versprühte Gift und rief kleinere Kriecher in die Arena. Seine schiere Größe machte jede Bewegung gefährlich; sein kranker Biss ließ selbst überstandene Treffer weiterwirken. Für die Zuschauer war dies das gewünschte Schauspiel: Gefangene kämpften gegen eine Kreatur, die ebenso gefangen war wie sie.
Anders als Taz'Rah konnte Atroxus seine Lage vielleicht nicht in Worte fassen. Doch auch sein Kampf war keine freie Entscheidung. Charonus hatte Hunger, Raum und Gelegenheit so angeordnet, dass Gewalt unvermeidlich wurde. Das Monster der Arena war damit zugleich eines ihrer deutlichsten Opfer.
Das Ende einer grausamen Attraktion
Mit Atroxus starb eine Kreatur, die in Freiheit gefährlich geblieben wäre, in der Arena aber absichtlich zur Katastrophe gemacht worden war. Charonus verlor eine seiner eindrucksvollsten Attraktionen. Der Sieg rettete die nächsten Gefangenen, konnte Atroxus jedoch nur jene Ruhe geben, die seine Besitzer ihm im Leben verweigert hatten.