Die Zandalari beobachten den Fall ihrer Verwandten
Zwischen dem Argentumvorstoß und Gundrak liegt Zim’Torga in einem Ring dichter Dornenbäume. Die Zandalari errichteten den Außenposten, als das Reich der Drakkari unter dem Angriff der Geißel zerbrach. Sie waren mit den Drakkari verwandt, kamen aber nicht als Entsatzheer. Chronisten und Gelehrte sollten bezeugen, was aus einem Trollreich wurde, das seine eigenen Götter opferte.
Die Entscheidung wirkte kalt, hatte jedoch eine lange politische Vorgeschichte. Die Zandalari sahen sich als Bewahrer der Trollgeschichte und als Vermittler zwischen den Stämmen. Zugleich wussten sie, dass die Drakkari ihren Untergang selbst beschleunigten. In ihrer Verzweiflung töteten sie Loa und raubten deren Macht, anstatt gemeinsam mit ihnen gegen die Geißel zu kämpfen.
Die Mutter des Wohlstands
Im Zentrum des Lagers steht die Statue Zim’Torgas, der Mutter des Wohlstands. Opfergaben an die Göttin sollten Schutz und Segen bringen. Ihr Kult setzte einen deutlichen Gegenpunkt zu den Tempeln, in denen Drakkari-Priester ihre Loa fesselten und ausschlachteten.
Als Har’koa ihrer Gefangenschaft entkam, suchte die Schneeleopardin Zuflucht in Zim’Torga. Dort konnte sie Verbündete sammeln und gegen die Propheten vorgehen, die ihren Gemahl und andere Loa missbrauchten. Das Lager wurde so doch noch Teil des Widerstands, auch wenn seine ursprüngliche Aufgabe das Beobachten gewesen war.
Ein Ort des Erinnerns nach dem Krieg
Nach dem Ende des Lichkönigs blieb Zim’Torga bestehen. Die Zandalari hatten den Fall Gundraks aufgezeichnet, aber sie hatten die Bewohner Zul’Draks nicht ersetzt. Ruinen, führungslose Untote und überlebende Loa machten die Region weiterhin gefährlich.
Als die Brüder Bronzebart später den Außenposten besuchten, wurden sie freundlich empfangen. Magni führte ein langes Gespräch mit Hexendoktor Khufu über Schamanismus. Diese Begegnung passt zum Charakter des Ortes: Zim’Torga ist weniger Festung als Gespräch zwischen Erinnerung, Glauben und Geschichte. Es bewahrt die Frage, warum ein mächtiges Reich lieber seine Götter tötete, als die Grenzen seiner eigenen Herrschaft anzuerkennen.