Eine Schildkröte im veränderten Gestein
Tortos war ursprünglich eine Drachenschildkröte der Höhlen unter Lei Shens Zitadelle. Doch die Tiefe unter dem Donnerthron war längst nicht mehr unberührte Natur. Über Jahrtausende sickerten geringe Mengen der Mogu-Fleischformungsmagie in die Kavernen. Die dunklen Energien verformten den Körper eines heimischen Tiers und verschmolzen ihn mit den kristallinen Wänden der Höhle.
Aus dieser langsamen Veränderung entstand Tortos: ein Amalgam aus Fleisch und Stein, das sich von den reichen Mineralvorkommen ernährte und zu gewaltiger Größe wuchs. Er war damit kein gezielt gezüchteter Wächter und keine unberührte uralte Bestie. Sein Dasein ist die Folge eines Reichs, dessen Magie selbst dorthin eindrang, wo niemand mehr ein Experiment beaufsichtigte.
Die Höhle als Grenze
Tortos lebt in einer Kammer der Vergessenen Tiefen, umgeben von kleineren Schildkröten und Fledermäusen. Wer von den Zandalari-Höfen weiter in die dunklen Bereiche des Donnerthrons will, kommt an ihm nicht vorbei. Der Kampf beginnt nicht, weil Tortos eine politische Seite wählt, sondern weil sein riesiger Körper den einzigen Weg versperrt.
Sein Atem, das fallende Gestein und die wirbelnden Panzer seiner kleineren Begleiter machen die Höhle selbst zur Gefahr. Nach seinem Fall zerbricht sein Körper und gibt den Weg in die tieferen Kavernen frei. Was für den Vormarsch nötig ist, bleibt dennoch eine düstere Folge der Mogu-Vergangenheit: Ein Tier, das von ihrer Magie verändert wurde, muss sterben, damit andere ihre Festung erreichen können.