Ein Körper aus vielen Toten
Abscheulichkeiten entstanden, indem die Geißel Leichenteile verschiedener Opfer zu neuen Körpern vernähte und mit Nekromantie belebte. Flickwerk galt als frühes, besonders erfolgreiches Ergebnis dieser Arbeit. Er besaß keine bekannte Vergangenheit als einzelne Person. Sein Leib war das Ende vieler Biografien, die in Naxxramas zu bloßem Material geworden waren.
Die Konstrukteure der Geißel wollten keine Schönheit und kaum Eigenständigkeit. Sie suchten Haltbarkeit, Kraft und Gehorsam. Flickwerk erfüllte diese Anforderungen so gut, dass sein schlichtes Auftreten zu seiner größten Drohung wurde: Er kannte weder Furcht noch Zögern und schlug zu, bis nichts mehr stand.
Der Wächter der Konstruktionshallen
Flickwerk stand am Beginn des Konstruktviertels. Hinter ihm wurden weitere Abscheulichkeiten, Schleimwesen und elektrische Fleischkonstrukte hergestellt. Er war damit zugleich Wache und Vorführung. Wer an ihm vorbeiwollte, musste beweisen, dass selbst die rohe Kraft der Nekropole überwunden werden konnte.
An Flickwerk wird sichtbar, wie die Geißel über Körper dachte. Ein Toter hatte keine Würde und kein Recht auf Ruhe. Muskeln, Knochen und Organe konnten neu zusammengesetzt werden, bis eine nützliche Form entstand. Das machte das Konstruktviertel zu einem der grausamsten Orte von Naxxramas, obwohl seine Geschöpfe kaum eigene Worte sprachen.
Nur ein Anfang
Flickwerks Niederlage öffnete erst den Weg in die Werkstätten. Dahinter warteten Grobbulus, Gluth und Thaddius, die jeweils andere Formen derselben Forschung verkörperten. Der erste Wächter war einfach gebaut; die späteren Konstrukte zeigten, wie weit Kel'Thuzads Diener ihre Versuche getrieben hatten.