Der Weg nach Das Verlies
Das Verlies lag mitten unter Sturmwind und sollte die gefährlichsten Gefangenen des Königreichs sicher verwahren. Korruption, verschleppte Verfahren und politische Blindheit machten es jedoch zum Sammelpunkt sehr verschiedener Verbrecher. Als die Defias einen Aufstand auslösten, verwandelten sich enge Zellenblöcke in ein Schlachtfeld, auf dem alte Feinde des Reiches und gewöhnliche Gefangene dieselbe offene Tür nutzten. In Bazil Thredd erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Thredd gehörte zu Edwin VanCleefs engsten Assistenten und wurde nach den Unruhen um Königin Tiffins Tod eingesperrt. Für die Defias war er damit zugleich Verlust und Verbindung nach Sturmwind. Hinter den Mauern saß ein Mann, der ihre Struktur kannte und genug Ansehen besaß, andere Gefangene um sich zu sammeln.
Die Besuche des Maelik
In den ersten Jahren erhielt Thredd keinen Besuch. Wenige Monate vor dem Aufstand änderte sich das. Ein verdächtiger Mann namens Maelik kam regelmäßig zu ihm und gehörte selbst zu den Defias. Das Gefängnis hielt Thredds Körper fest, konnte aber nicht verhindern, dass Nachrichten und Pläne die Mauern durchquerten.
Als die Revolte begann, übernahm Thredd die Führung der Defiasbanditen im Verlies. Seine Macht beruhte auf Vorbereitung und Vertrauen, nicht nur auf dem Zufall geöffneter Türen. Andere gefährliche Gefangene nutzten das Chaos, doch die Richtung des Aufstands trug seine Handschrift.
Ein Kopf für den Wärter
Wärter Thelwasser verlangte Thredds Tod. Mit ihm fiel die organisierende Kraft der Revolte. Sein Ende kappte zugleich eine mögliche Informationslinie zu VanCleefs größerem Netz. Der Kampf im Verlies war damit keine Nebenwirkung der Todesminen, sondern ein zweiter Schauplatz des Defiaskonflikts mitten im politischen Herzen Sturmwinds.