Ein Raubtier Harandars
Lange bevor die Lichtblüte das Tal verwandelte, jagte Ikuzz durch Harandar. Sein Hunger gehörte zum Gefüge des Landes. Er nahm Beute, wurde satt und ließ an anderer Stelle Leben zurück. Furchterregend war er schon damals, doch seine Gewalt blieb an die Grenzen eines natürlichen Körpers gebunden.
Als die fremde Macht ihn erfasste, musste sie keinen neuen Trieb erschaffen. Sie nahm, was bereits in Ikuzz lebte, und gab ihm eine andere Richtung. Sein unersättlicher Hunger wurde zum Werkzeug der Ausbreitung. Alles, was er riss, nährte nun den leuchtenden Garten, der Harandars eigene Kreisläufe verdrängte.
Die Jagd im blendenden Tal
Ikuzz band seine Beute mit Blutdornwurzeln an den Boden und wählte dann ein Ziel, das er mit blutgierigem Blick verfolgte. Der Angriff war kein zielloses Toben. Das Tier jagte noch immer mit der Geduld eines alten Raubtiers, doch hinter seinen Zähnen wuchs die Macht der Lichtblüte mit.
Ikuzz erinnerte daran, dass Verderbnis nicht immer etwas Fremdes vollständig ersetzt. Die Lichtblüte verstärkte eine vorhandene Eigenschaft, bis sie keinen Platz mehr im Gleichgewicht hatte. Hunger, der einst endete, wurde grenzenlos. Jagd, die einst Teil des Lebens war, wurde zum Motor einer einzigen alles verdrängenden Art.
Ein Jäger fällt aus dem Kreislauf
Mit Ikuzz verlor die Lichtblüte einen ihrer wirksamsten Ernährer. Sein Tod war zugleich das Ende eines Tieres, das nicht aus freiem Willen zum Lichtjäger geworden war. Harandar erhielt einen Teil seines Raumes zurück, doch die leuchtenden Wurzeln tiefer im Tal zeigten, dass die Macht hinter seiner Verwandlung noch lebte.