Drei Gärtner einer fremden Zukunft
Die Lichtblüte hatte eine schwere Niederlage erlitten, doch sie reagierte nicht mit Rückzug. Wie die von ihr durchdrungenen Rutaani veränderte sie ihre Form. Meittik, Lekshi und Kezkitt wurden zu einer geschlossenen Gemeinschaft, die den Garten nicht nur verteidigte, sondern seine nächste Ausbreitung vorbereitete.
Jeder der drei übernahm einen Teil des Wachstums. Meittik schuf fruchtbaren Grund, Lekshi trug die Saat in einem schnellen Lauf darüber, und Kezkitt zwang die neuen Pflanzen mit gebündeltem Licht zur Reife. Was einzeln wie ein Zauber wirkte, wurde gemeinsam zu einem Kreislauf, der sich immer schneller selbst erneuerte.
Der Garten teilt ihren Schmerz
Die Dreifaltigkeit war durch mehr als Absprache verbunden. Verletzungen gingen auf alle drei über, als lägen ihre Körper an denselben Wurzeln. Dornenklingen, aufbrechender Fels und die Strahlen der Lichtblüte kamen aus verschiedenen Richtungen, dienten aber einem einzigen Ziel: jeden freien Fleck in Nahrung für das invasive Wachstum zu verwandeln.
Meittik, Lekshi und Kezkitt sahen sich nicht als Zerstörer. Für sie war jedes überwucherte Leben Teil eines vollkommeneren Gartens. Gerade diese Überzeugung machte Einhalt unmöglich. Andere Arten, alte Wurzeln und die Bewohner Harandars waren in ihrem Blick keine schützenswerte Vielfalt, sondern unbestellter Boden.
Erst als die drei gemeinsam bezwungen wurden, brach ihr rasendes Zusammenspiel. Der Boden blieb liegen, ohne neue Saat zu empfangen; die Saat blieb dunkel, ohne Licht zur gewaltsamen Reife. Der Sieg schuf im blendenden Tal keinen endgültigen Frieden, aber eine Lücke, in der Harandars eigenes Leben wieder atmen konnte.